Maske

 

Nada Žiljak

NADA ŽILJAK rođena je u Zagrebu 1944. u slikarskoj obitelji. Završila je likovnu akademiju u Zagrebu 1967. i specijalku 1970. Slobodni je umjetnik. Radi u mnogim tehnikama: ulje na platnu i papiru, crteži, akvareli, pasteli, grafika; suha igla, bakropis, linorez.
O njenom radu objavljene su mnoge publikacije, monografija crteža 1995., monografija autora Đure Vanđure 1993. U tisku su monografije akvarela i bakropisa. Njeni radovi nalaze se u mnogim svjetskim muzejima i privatnim zbirkama. Izlagala je na tridesetak samostalnih izložbi: Hrvatska, Austrija, Mađarska, Egipat, Bosna i Hercegovina, Njemačka, Ukraina. (1997.)
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CIP - katalogizacija u publikaciji
nacionalna i sveučilišna knjižnica - Zagrab

UDK 75 Žiljak, N.

Žiljak, Nada
Nada Žiljak: Maske / Tekst Branka Hlevnjak, - Zagreb: FS, 2004.

ISBN 053 - 199-018-2
1. Hlevnjak Branka
I. Žiljak, Nada -- život i djelo
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Kolorismus in Nada Žiljaks Werk

Nada Žiljaks Malzyklen „Masken” („Maske“) und „Atelier” („Atelijer“), entstanden Anfang des Milleniums (2001 – 2004) und offenbaren Nada Žiljak als eine hervorragende Koloristin und Malerin einer heute immer seltener auftretenden erotischen Thematik.

Im Zyklus „Masken“ ließ die Künstlerin, ihren erotischen Träumen und sexuellen Genüssen durch ihren virtuellen Karneval freien Lauf, im Glauben, dass sich nur ein verborgener Mensch wirklich offenbart. Auf einem imaginären Leinwandkarneval, im Taumel der Nacht, trunken von Alkohol und geleitet durch die aufregende Erkenntnis, dass alles, was sie jetzt tun or tun werden, verborgen und mysteriös ist, steigert sich die Leidenschaft der Protagonisten der Malerin. Sie erlaubt ihnen das Vergnügen der Anonymität, das heißt, dass sie als Karneval nicht zu ihrer eigentlichen Erscheinung gehören, sondern zu einer falschen, einnächtigenund zulässigen, aber der üblichen  Erscheinung der Masken. Indem sie also den alten Karnevalsbrauch durch Szenen einzelner Paare darstellte, schuf Nada Žiljak eine Kaskade virtueller Ereignisse, koloristischer and skizzenhafter Narrheiten, erotischer Verzückungen and sexueller Skandale; sie fand eine unerschöpfliche Quelle von Themen mit außerordentlicher Triebkraft, die sie auf volle Flächen führte, in den Kolorismus, in dem Farben eine dominante Rolle spielen.
In den neuen Zyklen Nada Žiljaks sind Farben die Träger des malerischen Raums und der Illusion der Bewegung. Auf den Bildern kann man die Tiefe, die wir durch die Macht unserer Imagination sehen, nicht genau erkennen, bis man nicht innerhalb einer Farbe eine neue, andersartige entdeckt. Als ob wir erregt ein anderes Motiv hinter den Wolken oder unter der Milchstrasse entdecken, neue, dunklere Galaxien, wenn wir den Himmel in seiner koloristischen Eintönigkeit  betrachten. Unter der dunklen Schicht der  lodernden Grundfarbe, entdecken wir auf einmal Schichten auf der homogenisierten Leinwandoberfläche. Die Künstlerin provoziert das Auge und führt es mit Hilfe des Bilds, indem es ihm grundlegende thematische und sinnliche Konturen gibt, jedoch gleichzeitig das rationale Beherrschen der Strukturen verweigert.
Das Rätselhafte der Masken und ihre Begierde nach körperlichem Besitz/Geben überträgt sich in den Werken des gleichnamigen Zyklus („Masken“) auf die Betrachter, die die Erregung der gemalten Berührung, die angekündigten Begierden, den offensichtlichen Genuss, die Szenen der subtilen Anmache, die verborgenen Ahnungen der hie und da enthüllten Masken teilen.

Die Künstlerin formt sichtbare und erahnte Räume durch Schichten von Farbe, dem Rhythmus komplementärer Zusammenstöße und tonalerFülle, durch prächtige Überschwenglichkeit und eine thematisch unterstützte Maskennacht. Die Komposition und Struktur eines Bilds übertreffen manchmal das Thema, als ob sie das Bild aus dem Rahmen drücken und in der Szene nur die Stimmung warmer Nächte, koloristische Feinheit und ein farbiges Geheimnis hinterlässt. Nada Žiljak kennt das zeitgenössische Malmetier sehr gut und lässt mancherorts den Untergrund des Bilds durchblicken, um den Eindruck einer bestimmten Offenheit zu erwecken. Sie gibt der Leinwand Raum zum Atmen, dem Betrachter die Möglichkeit, das malerische Schaffen eines Zugs zu spüren, damit er die Struktur der Schichten sieht, die Symbole der analytischen Malerei erreicht, die die Tatsächlichkeit des Malens als Wahrheit an sich hervorhebt. Die Künstlerin hat also diesen elementaren, raffinierten, Acryl-Kolorismus durch das intrigante Thema allgemeiner körperlicher Erregtheit verstärkt. In den Bildern wechselt sich Erotik als eine geistliche Kategorie der verdeckten Lust nach Verschmelzung und vergebener Ausschweifungen, die Heftigkeiten des Verlangens und Betrugs ab.
Durch das Anlegen einer Maske ist jeder seinen Verpflichtungen scheinbar entkommen, der Disziplin, und sich selbst. Alle verborgenen und enthüllten Liebesakte passieren den imaginären Charakteren der Masken. Jedoch stehen die Masken nicht immer im Vordergrund. Sie werden oft nur in einer zerstückelten Komposition wahrgenommen, in einem Licht, das aus dem Untergrund durchsickert oder die Szene illuminiert. Das sind Bilder, deren Modernismus dem an die Unvollständigkeit der Form gewöhnten Auge wohltut, dem das Mystische suchenden Intellekt behagt und der die Sinne durch die geschaffene Fülle erfreut.

Erotik als Lebenskraft
„Die Prinzessin und der Frosch“ („Kraljevna i žabac“, Pastell, 2001) ist das erste Bild aus dem Zyklus „Masken“, das in dem „FS – Fotosoft 2002“ Kalender veröffentlicht wurde. Das grelle Gelb steht im Gegensatz zum Grün. Die dunkle Zeichnung einer Hand, die sich bereit macht, den Busen einer Frau mit schwarzem Gesicht und in einem durchsichtigen Kleid zu berühren, ist der Malerin symbolische Ankündigung der Unschuldigkeit der Erotik, die in der Volksweisheit des Märchens eingewoben ist, und die als solche grundlegend in der Erziehung der Menschheit ist. Es scheint, dass die Künstlerin damit sagen will, dass der Karneval nur das kurzwährende gesellschaftliche Recht von Erwachsenen ist, wie Kinder vorzugeben, dass sie „jemand anderer sind“. Und diese andere Person, in die sie sich verkleidet haben, hilft ihnen, ihre gehemmten Wünsche zu befreien. 

Die Künstlerin, die das Wesen der Symbole der bildenden Künste sehr gut versteht, hat sich selbst, ihr Publikum und ihren virtuellen Karneval vor Bännen und Zaubern geschützt, die während des imaginären Maskenballs aufgrund der verborgenen und erwachten Sexualität auftreten könnten – durch das Haar. Das Bild „Haare“ („Kosa“, Pastell, Acryl, 2001) ist die Zeichnung eines jungen Mädchens mit langem Haar, unter dem sich eine bunte Maske mit einem für harte Masken charakteristischen steifen Lächeln befindet. Aber außer dem Entzücken, das man sich unter dem verzerrten Gesicht der Maske vorstellen kann, drängt sich eine der Maske entgegengesetzte Figur eines jungen, schlanken und nackten Mädchens auf. Ihr reiches, lockiges, langes, schwarzes Haar, mit dem sie ihre ganze Schönheit verstecken kann, bedeckt ihren Rücken wie ein Umhang und enthüllt symbolisch die Vornehmheit und die Macht des Haars. Denn das Haar, genauso wie Nägel, ist auch nach seiner Abtrennung eng mit einem Lebewesen verbunden. Es ist der Hüter der Tugenden, und, in östlichen und in christlichen Zivilisationen, der Persönlichkeit.  (J.Chevalier und A. Gheerbrant; Rječnik simbola/Wörterbuch der Symbole, Zagreb, 1987)
Somit durch das erste Bild des Zyklus geschützt, führte uns Nada Žiljak in einigen Anläufen zu den erotischen und körperlichen Entzückungen ihrer maskierten Paare, indem sie die Werke teilweise in Kalendern für 2002, 2003 und 2004 veröffentlichte und indem sie sie in Austellungen in Zagreb, Rijeka, Opuzen, Pečuh u. Sv. Ivan Zeleni zur Schau stellte.  

 
Schrittweise Einleitung ins Thema
Mit dem Bild „Berührung“ („Dodir“, 60x50 cm), beginnt ein dreijähriger Bilderzyklus, in dem sich die Künstlerin immer mehr und immer heftiger auf koloristische Halsbrechereien einließ, auf die malerische und erotische Befreiung durch ein sie leitendes Thema. Die „Berührung“ ist noch ein einführendes Bild, in dem dumme Masken voll böser Arroganz die Künstlerin zu virtueller Erotik „überreden“. Die Maske und deren Hand, die die Spitze der Brust einer unmaskierten Frau berührt (selbstbildnerische Züge), befinden sich in ungleichen räumlichen und zeitlichen Dimensionen. Die Frau im Bild nimmt am Maskenball nicht teil, aber offensichtlich spürt sie die Berührung und ist verwirrt.       

Die Künstlerin führt uns langsam in die Geschehnisse der abgebildeten Nacht ein. „Flüstern“ („Šaputanje“, 2001) strotzt vor dem Grün der Innenbeleuchtung. Alles ist grün: der Hintergrund, und auch die Gesichter. Davon sondert sich klar ein rotes, enganliegendes Kostüm und ein rötliches, enganliegendes, langes Kleid ab. Zwei Frauen flüstern, als ob sie über die erste Szene der „Berührung“ lästern. Die Verbindung von Rot und Grün ist wie ein entfachtes Feuer oder Funken auf einem „üppigen“ grün-gelblichen Untergrund. Die Farben drücken sich klarer aus oder wirken wenigstens genauso geladen auf Empfindungen wie die offene und struppige Zeichnung der schlanken Figürchen. 
  
„Der Kuss“ („Poljubac“, 2001). Die etwas größere Leinwand (75x55 cm) lebt auf einmal mit einem anderen Rhythmus auf, mit kräftigerem Kolorit, einer neuen „Situation“. Dies ist Nada Žiljaks bekanntes Kennzeichen, ihrer malerischen und kompositorischen Virtuosität nach, jetzt jedoch in einem neuen koloristischen Verhältnis. Die Fläche hat ihre Bedeutung bekommen. Die Farben sind selbständig, aber doch der Harmonie der Ganzheit untergeordnet. Innerhalb der dominanten grün-violetten Tonalität erreichen die grell-roten Details einen brillanten Effekt. Das sind die Wangen der maskierten Dame, aber auch das rote Gesicht der Maske. Der im Titel des Bildes angekündigte Kuss ist im Grunde ein erwarteter Kuss. Sogar wenn wir die Zeichnung nicht klar erkennen, regen Farbrhythmus, die wechselseitige Beziehung der Farben und die roten Akzente eine „heiße“ Beziehung zur erwarteten Berührung an. Dies ist ein Bild, das durch seine Formelemente einen neuen Zyklus der Malerin ankündigt, der innerhalb von drei Jahren, während Nada Žiljaks reifer koloristischer Phase, passierte.  

Acryl als Herausforderung
„Einladung zum Tanz” („Poziv na ples”) und „Spiel” („Igra“, beide 2001) sind Bilder voll koloristischer Üppigkeit, in denen der grellblaue und verschiedene Grüntöne zeigende Untergrund die Personen im Vordergrund mit einem inneren, imaginären Licht illuminiert: schlank und dynamisch, sich bewegend und gestikulierend. Dies sind Bilder voll jener mysteriösen Verführung, in denen anscheinend nichts Bedeutendes stattfindet, aber gerade durch Farben entstehen Räume, Laute und Szenen, die es dem Auge des Betrachters nicht erlauben, sich mit dem Betrachteten zu begnügen, sondern ihn auffordern zu suchen, umherzuirren, sich anzuschließen und den Rhythmus der inneren malerischen Komposition anzunehmen, die malerische Musik zu rekonstruieren, die die Künstlerin zu einem unbekannten Ziel führte. Dieser Rhythmus ist gleichzeitig malerisch und thematisch angenehm und stimulierend, wie ein Schauspiel, das man durch ein Fenster beobachtet und das durch sein Angebot, ungewöhnliche Details im Rahmen des Ganzen zu entdecken, erregt; kleine, unerwartete Sensationen, eine lichtliche Zersetzung oder die Andeutung von etwas, das „dahinter“ steckt.     

Sosehr der Zyklus „Masken“ auch eine thematische Einheit ist, entstand er doch durch verschiedene Maltechniken. Die bedeutendste Neuheit im reichen und ungewöhnlichen malerischen Opus von Nada Žiljak ist hier Acryl. Wie sie selbst sagt, verhält sich Acryl völlig anders als Ölfarben oder irgendwelche anderen Techniken. Es hat seine Feuchtigkeit, trocknet schnell und verlangt nach einer anderen Art der Farbmischung, beziehungsweise beim Erlangen koloristischer Effekte. Und durch dieses neue Erproben der eigentlichen Acryl-Technik hat die Künstlerin ihre eigene Arbeitsweise gefunden und sie den Bedürfnissen ihrer Kompositionen untergeordnet. Vielleicht hat sie sich gerade dank des ewigen und anhaltenden Themas der „Masken“, als auch des „Ateliers“, dessen Erotik tief verwurzelt ist in zahlreichen Zivilisationen, beziehungsweise in der Kunstgeschichte, in Farben und deren Reinheit und Stärke verliebt. Sie hat Flächen neuen Schwung verliehen in dem sie sie verband und feste, größere Einheiten baute und entdeckte, wodurch sie eine neue malerische Poetik erreichte.
 
Das Alexandrinische Quartett als Anregung
Die reiche und üppige Atmosphäre der Nacht und Dunkelheit, in der sich maskierte Liebhaber verbergen, die übersättigte Süße des rosa Bilds „Verlangen“ („Žudnja“), oder der Kontrast zwischen der schrecklichen schwarzen Männermaske und des entblößten weiblichen Körpers in den Bildern „Nach Mitternacht“ („Poslije ponoći),  „Begierde“ („Požuda“), „Undiszipliniertheit“ („Raspojasanost“) und so weiter, wurden durch Lawrence Durrels (Indien, 1912) intellektuell-poetisches Werk „Das Alexandrinische Quartett“ aus dem Jahre 1958 inspiriert. Diese vier Bücher sind Diskussionen über das Leben und dessen verdichtete Darstellung ohne Moralisieren, die die Malerin inspiriert haben. Der Alexandrinische Maskenball der High Society, dem Durrell vielleicht nur einige Seiten gewidmet hat, war mit seinen Erwartungen, Lästereien, Demaskierungen, und Verbrechen für Nada Žiljak in den Momenten des Malens eine persönliche, virtuelle Erfahrung, wie ein Abbild aufgenommener Bilder, denen ihre eigene Phantasie und Gefühle hinzugefügt wurden.   
           
Die Verbindung zwischen Nada Žiljaks Zyklus „Masken“ und Durrells Beschreibung des Alexandrinischen Karnevals entsteht  durch die gleichen spinnenartigen Beziehungen oder lauten Kanäle, über die die Künstlerin an das Material ihres eigenen Schaffens herankommt. Diese geistige Vernetzung scheint seit den mesopotamischen und ägyptischen Anfängen zu bestehen, des Mysteriösen der Kopten und Zarathustra, der zweitausendjährigen christlichen Bestrebungen, der Menschehit eine höhere moralische Form zu geben. Durch diesen langen Zeitabschnitt führt sie durch eine universale Symbolik der Zeichen und Begriffe, die sich genauso wie die nomadischen Wanderungen durch die Kunst ausbreiten. Die symbolische zivilisatorische Exaltation ist durch die Masken in die malerische „Masken“-Welt von Nada Žiljak integriert. 

           
Thematische Anziehungskraft
Nada Žiljak stellt Erotik als eine Triebkraft des Lebens dar, seine Überlebenskraft, sein Bedürfnis nach Überleben. Es gibt keine Sünde im „Angebot“ der weiblichen Akte, es gibt nichts Böses, keine Zuhälterei: die Frauen haben freiwillig und leidenschaftlich ihre Kleider gehoben, ihre „Himmelspforten“ den Masken gezeigt, im Glauben, dass sich hinter dem langnasigen Clown, dem schwarzen Skelett, der grünen Figur mit Turban, dem albernen dreieckigen Kegel ein Schatz, Liebhaber oder Liebhaberin verbergen, sich dem süßen Genuss der Vereinigung mit dem Geheimnis des Lebenskeims hingebend, der Intensität der göttlichen Anwesenheit.
Es ist interesssant wie Nada Žiljaks bekanntes Kennzeichen des Versteckens und Aufdeckens farbiger Flächen hier eine neue, veränderte Rolle im Schaffen des flackernden Gefühls der erotischen hat, im Flickern der Kerzen, in den Lichtstrahlen der Leuchten, den unerwarterten Lichtblitzen im Mondschein. Diese kleinen Farbpartien sind in ihrer Vielfältigkeit wichtig für den endgültigen  Eindruck, um die Begeisterung auszudrücken, für die Strukturierung der Fläche, die so charakteristisch für moderne und zeitgenössische Kunst ist. Mit ihrem neuen Zyklus hat Nada Žiljak die Konstruktion des malerischen Raums gestärkt, indem sie ihm längere und ruhigere Partien gab, innerhalb deren sich kürzere und unzusammenhängende koloristische Rhythmen abspielen, unabhängig von der gemalten Handlung. Der Rhythmus des Bilds entspricht der inneren Emotionalität, mit der intellektuellen Logik von Žiljaks Welt, die die Kommunikation mit dem Publikum auf keinen Fall verlieren will.
           
Das Bild „Der grüne Handschuh“ („Zelena rukavica“, 2003), wurde auf eine ausdrucksvolle Art gemalt, indem sich die bemalten Flächen in ein einzigartiges Gefühl von Dunkelheit und Licht verdichten. Das Dunkel-violett, Grün, und Schwarz werden auf kleineren Flächen durch Gelb, Weiß, Orange und Rot erleuchtet. Die erotische Stimmung des Bilds mit den Masken eines Liebhabers und einer Liebhaberin wurde durch einen Kontrast von Farben erreicht, durch eine spezielle Suggestion von Licht und Wärme. Der kurze, hohe, im goldenen Schnitt angesetzte Streifen (Horizont) voll „glühender“ Farben hat seine realistische Suggestion im hellen, warmen Körper der Frau, während der Mann im Dunkeln ist. Somit ist die koloristische Spannung gleichzeitig auch eine thematische, obwohl die Körper nicht anders gebaut sind als die Farben. Nur die Gesichter und das speziell angeführte Thema der grünen Handschuhe haben die Elemente einer Zeichnung. Nada Žiljak, die ansonsten eine exzellente Zeichnerin ist, denkt hier völlig malerisch. Aber genauso wie sie das Publikum durch eine überraschende Farbskala von sanft bis dramatisch, von dunkel bis hell, verführt, so gibt sich die Künstlerin selbst, sagen wir, gern ihren thematischen Impulsen hin.       

Das Bild „Maskenball der Vögel“ („Ptičji maskenbal“) ist durch einen verträumten Kontrast zwischen einem sanften Violett, Rosa und Grün verwoben, es ist eine neue malerische Poesie. Wie sanft und blumig die Farben, so übernatürlich und verträumt das Thema. Nach dem Abnehmen der Frauenmaske mit dem Körper einer Frau, zeigt sich eine Vogelfrau. Wir könnten in der Literatur sicher Pendants zu diesem aufregenden Thema aufzählen, durch Symbole den mehrdeutigen und tiefen Ursprung des Vogels als Seele und allgemein göttliche Gunst gegenüber den Menschen bestimmen. Es ist jedoch interessant wie sehr die Künstlerin hier in dem allgemeinen Thema der Masken dem Publikum unerwartete Symbolik „unterjubelt“, indem sie sie auf intelligente Weise koloristisch, sogar charmant, in einen möglichen Maskenball integriert.                
 
Die Leichtigkeit und Simplizität mit der Nada Žiljak ihre malerische Welt aufbaut ist eine ihrer schöpferischen Charakteristiken. Nicht nur in den Zyklen „Masken“ und „Atelier“, sondern auch in ihrem gesamten Opus verschmilzt und wiederverschmilzt die Künstlerin geschickt Realität und Traum, das Gesehene und Unerwartete, das Physische und Geistige. Angesichts der Tatsache, dass sie eine reiche Palette an Figuren malt und diese in große graphische, pastellene und malerische Orchestrierungen taucht, sind ihre Bilder immer am Rande des Abstrakten und Realen, strukturell sehr konkret und zeitgenössisch auf eine völlig individuelle Art geformt.      
 
In der Ikonographie ihrer Bilder im Zyklus „Masken“ die Ende 2003 und Anfang 2004 entstanden sind, führt Nada Žiljak „Beobachter“ der Masken ein. Dies sind Vögel und Katzen. Manchmal werden sie wichtiger als die Masken selbst. Das Bild „Der neugierige Vogel“ („Znatiželjna ptica”), der auf einer Klippe steht und am Hut einer Vogelmaske zupft, lenkt die Aufmerksamkeit weg von der Entblößtheit der an die Klippe gelehnten Frau und der Maske ihres Zauberers. Im Grunde wird der ganze erregende Akt der männlichen und weiblichen Vereinigung durch den Vogel neutralisiert, die gegen die Maskierung rebelliert, jedoch nicht gegen die Natürlichkeit der Handlung selbst. Diese interessante thematische Inversion spricht für die berechtigte Unbezähmbarkeit der Protagonisten der Malerin. Die Künstlerin stellt symbolisch, durch den Vogel, der in den Vordergrund der Komposition gestellt wurde, Fragen über die Scheinheiligkeit. Welche Masken sind real, und was ist natürlich? 
Die Bilder Nada Žiljaks aus dem Zyklus „Masken“ sind Portraits imaginärer Personen und Paare. Jede von ihnen setzt sich aus einer anderen Tonalität zusammen, aus anderen Kompositionen, in denen Farben und deren jeweiliger Rhythmus dem Betrachter die Schwere des moralischen Verstoßes, echte Liebe, Sympathien, Hoffnungen, die Komplexität oder Simplizität einzelner verdeckter aber auch entblößter Charaktere  suggerieren. Masken sind Menschen und deshalb gibt ihnen die Malerin bestimmte Charakterstärken. Jedem eine andere.
 

 

Erotische Stimmung
Das malerische Licht, das von innen heraus strahlt, schafft aus einzelnen Farben die Atmosphäre des Bilds, aber auch den potentiellen psychologischen Wert des abgebildeten virtuellen Paars. Das koloristische Abbilden der geistigen Zustände virtueller Personen und Exzentriker ist manchmal wirklich schwer. Die braun-türkis-blaue Farbe im Bild „Die gelbe Decke“ („Žuta prostirka“) oder die rote, braune und violette im Bild „Auf der Decke“ („Na prostirci“), beide aus dem Jahr 2003, suggerieren komplexe Beziehungen, schwere Entscheidungen, dunkle Überlegungen. Das Licht der Nacht ist nirgendwo konkret dargestellt, aber es ist ebenfalls ein erahnter Grund für die eigentümlichen Farben. Gleichzeitig ist es die Farbe, die uns auf jede Art und Weise Begierde, Betrug, den Reiz des Verbotenen suggeriert.

Das Bild „Der verborgene Blick“ („Skriveni pogled“, 2004) hat eine braun-violette Tonalität, die blauen Farbpartien erwecken den Eindruck eines offenen Raums. Somit wird es fraglich, wo sich die eng nebeneinander ausgestreckten Liebhaber befinden. Sind sie von einem Maskenball geflüchtet und haben sich nicht völlig verborgen ihrer Begierde hingegeben? Jemand hat sie gesehen, und sieht ihnen darüber hinaus noch zu, während sie auf dem Boden liegen und sich darauf vorbereiten, sich dem unbegreiflichen Ruf der Gefühle hinzugeben? Die über ihnen stehende Person ist enigmatisch, angesichts der Tatsache, dass die Malerin die Grenzen und Beziehungen zwischen den Figuren absichtlich nicht präzise angezeigt hat und mit ihrem Titel angedeutet hat, dass die Liebhaber in dem unangenehmen Augenblick völliger Annäherung beobachtet werden. Die Künstlerin will jedoch nicht moralisieren, da sie in erster Linie Gefühle, Temperament, Entzücken abbildet. Die dynamische Komposition einer aufrechten und zwei liegender Figuren ist mit der koloristischen Stimmung einer angedeuteten Ekstase synchronisiert. Sinnlichkeit wird, neben den erwähnten Beziehungen, durch die helle Farbe des entblößten Frauenkörpers und den dunklen Körpern des an ihren Körper eng angeschmiegten Partners und des etwas abseits stehenden Beobachters verstärkt. In dieser Atmosphäre identifiziert sich der Betrachter unbewusst mit der einsamen Figur, die ihre Neugier offensichtlich durch das verbotene Beobachten fremder Lüsternheit nährt.
 
In einigen Werken malt die Künstlerin ein „Dreieck“: das heißt zwei glückliche und ein einsames Wesen. Während sie Erotik malt, zeigt sich das Thema Einsamkeit als ein harmonischer, rhythmischer Kode, ein Akzent, der gruppierte koloristische Massen trennt und die Komposition des Bilds erleichtert, gibt ihr ein farbliches Gegengewicht, aber auch eine inhaltliche Logik. Die abgesonderte Figur ist jedoch nicht auf jedem Bild zu Traurigkeit verurteilt. Im Gegenteil. Einige einsame Masken sind so gemalt, dass sie heiter und selbstzufrieden wirken. Aber angesichts der Tatsache, dass sie maskiert sind, fragt man logischerweise, was für ein Gesicht sich darunter verbirgt. Anspielungen auf Clowns und deren falsches Lachen öffnen weitere Fragen.
 
Auf dem Bild „Tanz“ („Ples“, 2004) zum Beispiel, wirkt die einsame Maske wie ein kleiner, pummeliger Herr, der mit sich selbst äußerst zufrieden ist. Gerade er könnte der Gastgeber sein, der den Maskenball organisiert hat und jetzt die lüsterne Gesellschaft von Freunden und Bekannten genießt.
Die Dramatik auf dem Bild wird durch die linke, sehr böse, dreieckige Teufelsmaske erreicht, um dessen Hals sich eine schlanke Blondine schmiegt.  
In diesem „Dreieck“ sind wir mehr um das Mädchen als um den Einsamen besorgt. Denn irgendwie hat es den Eindruck, dass Menschen solche Masken anziehen, in denen sie sich unterbewusst als die Personen aus ihren verborgenen Wünschen zeigen. Im Bild „Tanz“ umarmt also ein blondes Mädchen, deren Haar adrett in einen Pferdeschwanz gebunden ist, diese wahrhaftig bedrohliche Maske voller Vertrauen, wahrscheinlich wissend, dass sich unter der bösen „Bestie“ der Held ihres Herzens verbirgt. Und ist nicht die Geschichte der Schönen und des Biests eigentlich das erotischste Märchen? Die symbolische Darstellung des geistigen Überwindens des Körperlichen; ein Symbol, in dem körperliche Repulsion überwunden wird und mit Schönheit reich beschenkt wird. Gerade dies findet auf diesem Bild statt. Nada Žiljak führt uns zu einem Reichtum an Vorstellungen, die aus scheinbar einfachen und harmonisch ausgeglichenen Bildern hervorgehen.    
 

Malerische Rhapsoden
Nada Žiljaks Bildzyklen „Masken“ und „Atelier“ sind voller Symbolik, offensichtlicher als auch assoziativer. Fast auf jedem Bild werden neue und andersartige Aspekte eröffnet, versteckte nebensächliche oder neue Andeutungen, die bei jedem erneuten Betrachten/Lesen zum Vorschein kommen.

Dem aufmerksamen Betrachter drängt sich diese Symbolik als unerschöpfliche Quelle der Sinnlichkeit auf; wie eine großartige malerische Rhapsode. Sie appelliert an das Bewusstsein als auch das Unterbewusstsein, die bekannte und mythologische Akzeptanz des Dargestellten, aber ohne existenzielle Bedenken; darüber hinaus neben der Behaglichkeit und Erregung die adequate Willigkeit des Betrachters, sich dieser einzigartigen künstlerischen Tagträumerei hinzugeben.
 
Die Erotik ist durch die Wärme der Farben und deren „Tiefe“ dargestellt, in die der durch mysteriöse Kräfte angezogene Blick versinkt. In diesem verdichteten malerischen Raum zeigen sich kurze, aber präzise Zeichnungen von Bewegungen, Gesten, lustvollen Händen, possessiven Fingern, entblößten Oberschenkeln, ausgestreckten Körpern, verführerischen Blicken, sanften Teints. Es genügt, in den schlanken Figürchen nur einen, zwei, drei, charakteristische Züge zu erkennen, die die Laszivität oder Unschuldigkeit ihres Verhältnisses aufdecken.
Das Bild „Blaue Wiese mit Katze“ („Plava livada s mačkom“) verwirrt den Betrachter, wo denn die Künstlerin die erotische Handlung plaziert hat. Obwohl der Name des Bilds eine Wiese bestimmt, führt die blaue Farbe in den tonlichen Übergängen die Gedanken von ihr weg und sucht eine andere Art von Vernünftigkeit. Die schwebende, schwerelose Lage der Körper kündigt ein Liebespaar an. Man hat den Eindruck, dass sie im Halbschlaf dahinfliegen, in einem Raum, dessen koloristischer Wert den Glauben an Verzückung, Begeisterung, ein Liebesfest belebt. Diese schwebende Lage erinnert an Chagalls Brautpaare und die slawische Märchenhaftigkeit, sie bestätigt Nada Žiljaks Bekräftigung der Humanität.
 
           

Nada Žiljaks Bilder sind keine simplen Kompositionen, die einfach entziffert werden können. Im Gegenteil. Viele kleine Überraschungen, geformter und koloristischer Widerstand zum grundlegenden Thema, erhöhen die Behaglichkeit ihres Betrachtens. Zwei rote Formen im Hintergrund dieses Bilds scheinen eine potentielle Gefahr anzumelden. Und auch in den unteren Schichten des Bilds kündigt die koloristische Struktur Vergänglichkeit an. Man hat das Gefühl, dass es rechts neben der Katze noch einige Figuren gibt, dass noch jemand präsent ist. Durch das längere Betrachten des Bilds wurde die ursprüngliche Idylle nicht zerstreut, jedoch ist seine Unschuld fraglich geworden, oder wenigstens ihr langfristiger Fortbestand. Es ist eine komplexe Komposition, die neben dem grundlegenden romantischen Leitmotiv eine ganze Reihe von Tonalitäten, Rhythmen und Kontrasten in malerischer Harmonie verschmolzen hat, die auch nicht in ihre Teile zerlegt werden muss, sondern im Gegenteil als eine vollständige sensorische Fülle betrachtet werden muss. 

Ebenso wie in der Musik komplexere und bedeutungsvollere Kompositionen bestehen, so gibt es auch in Nada Žiljaks Malerei einfachere, wärmere, intimere and romantischere malerische Kompositionen. Im Vergleich zum großen Format der „Blauen Wiese mit Katze“, hat das Bild „Verliebte Masken“ („Zaljubljene maske“) ein kleineres Format und einen anderen inhaltlich-formalen Rahmen. Wie der Name ankündigt, bestätigen die Farben das frische grünliche Gelb mit einem Hauch von Rosa. Die Farben sind optimistisch, verheißungsvoll. Ihre Symbolik des Frühlings und der erwachten Natur entspricht gänzlich dem Inhalt der küssenden Masken. Die Malerin hat ihnen ihren koloristischen Segen gegeben und erreichte das erregende Erlebnis der Verliebtheit. Die Reinheit der Gefühle auf dem Bild werden durch nichts gestört, behindert oder in Frage gestellt. Dieses Bild ist die reine geformte und farbliche Freude an der Reziprozität der Gefühle. Und eine offene Einladung an das Publikum, die Freude des Dargestellten zu teilen.    

 

Erotische Abenteuer im Atelier
Der Kolorismus, der sich in Nada Žiljaks neueren Schöpfungen als ein bestimmter Reifungsschritt zum ersten Mal intensiver im Zyklus „Masken“ gezeigt hat, inspirierte das Schaffen eines parallelen Bildzyklus unter dem gemeinsamen Namen „Atelier“. Nein, nicht zufälligerweise. Weil das Künstleratelier der Künstlerin schon immer ein Ort der Erotik war. Ein Ort, an dem entblößte Schönheiten, ebenso wie nackte Männer, Künstlern einen Blick auf die körperliche Landschaft, auf Täler und Berge, Hügel und Seen, Anatomie, Fühlbarkeit, und die ganze Schönheit des menschlichen Körpers bot. Der Körper als das Werk Gottes wurde schon immer als Rätsel angesehen, das sorgfältige Aufmerksamkeit, Eroberungen verdiente. Der Körper, beziehungsweise der Akt, ist eine wissenschaftliche als auch eine kreative Bestätigung. Das Thema Künstler und Modell im Atelier schien für Nada Žiljak eine natürliche Folge zu sein, fast wie ein Pflichtteil des erotischen Zyklus.
Das Bild „Im Atelier“ („U atelijeru“, 2004) hat eine klassische Anordnung: er, der Künstler, trägt eine Malerkappe und steht vor der Staffelei; sie, das Modell, ist auf dem Diwan ausgestreckt. Sie liegt und genießt. Sie genießt den Blick des Künstlers, der ihr Haar, ihre Augen und Lippen liebkost. Wir stellen uns vor, wie sein Blick an ihrem Hals und Brüsten hinuntergleitet, jedes Detail analysierend, die Lichteffekte suchend, die Farbe suchend, die die Sanftheit und Fühlbarkeit ihres Körpers zeigen wird, die Form, die diesem erregenden visuellen Abenteuer Bedeutung geben wird.   

Nada Žiljaks erotisches Abenteuer beginnt mit verwischten Linien. Sie ist im Grunde identisch mit dem Maler im Atelier, sie durchdenkt die charakteristischen Spannungen des nackten Körpers des Modells genau. Gleichzeitig ist sie die Malerin des Malers, der die Attraktivität des Akts betrachtet und entdeckt. Zeichnerisch vereinfacht, aber andeutend, formt die Künstlerin ihr ausgestrecktes Modell während diese die Aufmerksamkeit des Künstlers auf sich lenkt.   
Nada Žiljak gestaltet die Oberfläche des Bilds durch besondere farbige Felder. Diese wechseln von quadratischen Formen zu Labyrinthwänden, von seichten Farbschichten bis stimmungsvollen klecksigen Belägen. Die Modells, die in dem imaginären Atelier posieren, sind allgemeine Symbole der  Spannung und Erregung, eine Herausforderung für die Sinne, eine Einladung zu virtuellen Berührungen durch den Blick.
Auf dem Bild „Im Atelier“ (2004), hat Nada Žiljak mit ruhigen und gedämpften Farben die Wärme eines Malateliers dargestellt. Die Distanz zwischen dem Maler und dem Modell ist von Bedeutung, jedoch ist ihre Beziehung durch das Schicksal bestimmt. Winzig auf dem Bild sind der Maler und das Modell in eine angenehme, intime Atmosphäre eingetaucht, die so vorgesehen ist, dass sie öffentlich wird.  

Indem sie das Motiv der Masken und des Ateliers verbindet, hat Nada Žiljak eine logische Brücke zwischen dem Fokus der Masken und der Kunst auf die Sinnlichkeit errichtet. Sowohl die Kunst als auch der Karneval geben vor, das Gewöhliche zu überlisten. Abgesondert von den „Lebensregeln des Spiels“, innerhalb deren jeder eine bestimmte Rolle und geschriebene Szenarien hat, die durch soziale Mächte bestimmt wurden, haben hier nur die Künstler und der Karneval ihre täglichen „Durchschnittsmasken“ abgenommen. Das andere Gesicht ihrer Realität fesselt schon einige Jahre die Aufmerksamkeit der Künstlerin.
           
Die Realität, die Nada Žiljak in den Zyklen „Masken“ und „Atelier“ malt, ist Erotik als die Grundlage des Seins, der sie zahlreiche Kompositionen gewidmet hat. Durch sie drückt sie die fein nuancierten Relationen zwischen der Erotik und der Malerei aus. Diese Beziehungen beider Zyklen sind zu einer erregende Ganzheit verschmolzen. 

Prinzip der Dualität und fragwürdige Dualität
Auch im Zyklus „Atelier“, genauso wie im Zyklus „Masken“, verleiht Farbe dem Bild eine Grundstimmung. Die gezeichneten schwarzen Konturen sind mehr eine Skizze als das Gerüst des Bilds.  Farbe bildet Musik von Tönen und Rhythmen, einmal ist sie scharf, einmal warm, einmal hell, einmal dunkel. Die Zeichnung bleibt der Träger des Bildverständnisses, ihres Themas, aber die Farbe gibt das Beben, die Erfüllung, die Schönheit. Die Zeichnung wirkt wie eine notwendige Pause, wie eine liebliche Melodie innerhalb einer harmonischen Komposition.
Die Bilderzyklen „Atelier“ und „Masken“, wie auch alle anderen Bilder Nada Žiljaks, können mühelos als ein schöpferisches Informel gesehen werden, in denen sich ruhige Flächen mit koloristischen Akzenten abwechseln. Farben sind in den Bewegungen und Flächen sichtbar, manchmal quadratischen, dichteren, spärlicheren, reinen und überdeckten, immer besonders strukturierten. Jedoch hat jede formale Ganzheit ihren Ausgangspunkt in der gedanklichen Struktur der Künstlerin.

Das Bild „Die blaue Couch” („Plavi trosjed“, 2004) spricht auf symbolische Weise von Dualität. Die dominante blaue Farbe ist mit kleinen Gelbeffekten durchwoben, die sich überhalb und unterhalb der Couch zeigen. Hiermit wurde eine schwebende Stimmung des Raums erreicht. Jedoch sind links im Bild eine männliche und eine weibliche Figur eng aneinandergelehnt, die sich den Rücken zugedreht haben. Der Maler und das Modell? Als ob sie an einen unsichtbaren Pfahl gebunden sind. Der Pfahl der Scham? Mann und Frau? Zu Untrennbarkeit verdammt? Zusammen, aber immer entgegengesetzt. Die weibliche Person als Yin (Erde, passiv, nachgiebig, dunkel, schwach, das weibliche Naturprinzip) und die männliche als das Yang (Himmel, aktiv, standhaft, stark, hell, das männliche Naturprinzip). Symbole unzertrennlicher Gegensätze, nach deren Einheit das Leben funktioniert. Das ist noch nicht alles. Auf der Couch über ihnen hat sich ein junges, blondhaariges Mädchen ausgestreckt. Sie posiert, lockt, wartet. Farben bekräftigen Verlangen, verursachen spielerische Gedanken durch Funken von Untertreibung, blonde Verträumtheit, einsame Unabhängigkeit. Der Ruhm des Gewinners? 
Die Künstlerin hat uns mit diesem Bild zahlreiche Fragen gestellt, eine intellektuelle Spannung geschaffen und eine koloristische Behaglichkeit für das Auge auf der Suche nach möglichen erotischen Antworten. Sie müssen nicht bestimmt werden. Hier kann jeder seine Antworten finden. Weil das Bild wahrhaft intrigant ist.    
 
In zahlreichen Bildern in beiden Zyklen deckt Nada Žiljak durch die Positionen und Ausdrücke ihrer Protagonisten verschiedene Arten von Dualität auf. Wie der Schriftsteller Durrel, der ihr viele Erfahrungen und verschiedene Erkenntnise über Menschen offenbart hat ohne sie jemals anzuklagen, so weiß auch Nada Žiljak auf ihre etablierte und sehr persönliche Art und Weise Personen zu zeichnen, mit minimalen Linienbewegungen eine sehr lebhafte und überzeugende Geste zu schaffen. Von Bild zu Bild, von Figur zu Figur kann man Scharfsinn, Selbstsucht, Bosheit, Freude, Sinnlichkeit, Hingabe, Depression, Leidenschaft usw. in den unbedeutenden Deformationen, Verstärkungen und Spannungen ablesen. Obwohl oft die Rede von nahezu piktografischen Kennzeichnungen menschlicher Figuren ist, offenbart die geschickte Zeichnung der Malerin mögliche Bewegungen und entsprechende Gefühle. Diese sind mehrdeutig und oft als dauerhafte Frage nach pragmatischer Dualität aufgestellt.

Im Bild „Die gelbe Dämmerung“ aus dem Zyklus „Masken“ wirkt die als „Dreieck“ in der Komposition stehende Figur wie der altrömische Gott Janus mit zwei entgegengesetzten Gesichtern. Die maskierte Figur wird mit dem bekannten Dualitätssymbol gleichgestellt. Während nämlich seine Gesellschaft auf dem Boden liegt und wie ein betrunkenes Ehepaar wirkt, hat man den Eindruck, dass die stehende maskierte Figur mit ihnen spricht. Aber hinter der Maske zeigt die Zeichnung deutlich ein in die andere Richtung blickendes Gesicht. Als ob er in der malerisch unvollendeten Ferne einen interessanteren Gesprächspartner sucht, eine begehrte Gefährtin, eine potentielle Geliebte. 

Die Ereignisse während des Karnevals sind auf die Art und Weise, wie Nada Žiljak sie malt, oft typisch für gesellschaftliche Beziehungen. Sie sind scharf gemalt, erleuchtet und von zahlreichen Seiten bewusst gemacht.

Mit den Bildern aus dem Zyklus „Atelier“, wie auch mit denen aus dem Zyklus „Masken“, hat die Künstlerin helle und rhythmische Spannung geschaffen, malerische Dramatik, die unsere tief verwurzelten Einstellungen zu Erotik wärmt und abkühlt, sie provoziert das Überdenken gesellschaftlicher Beziehungen, ruft uns auf, unsere Moral und Heuchelei von neuem zu erwägen. Eines der Bilder, das uns auf die Geschichtlichkeit der Atelier-Erotik verweist, ist das Bild „Berührung“ („Dodir“, 2004). Zwei in einem braun-rosa Ton gehaltenen Figuren stehen auf dem Bild. Das Modell und der Maler. Sie ist von ihren Knien aufwärts entblößt in der klassischen Pose der altgriechischen Venus aufgestellt. Ihr Kopf ist geneigt und sie hat den lieblichen und unschuldigen Ausdruck von Botticellis „Venus“. Im Gegensatz zu ihrer schlanken Form ist der Mann pummelig und streckt seine Hand nach dem Modell aus. Das schwarze Haar, der schwarze Bart und seine schwarze Kleidung, die an eine altrömische Toga erinnert, lenkt die Geschichte in die römische Bewunderung der altgriechischen Skulptur. Das Bild wirkt wahrhaftig wie ein „zerkratztes Freskogemälde“. Seine koloristische Struktur spielt die Rolle einer Zeitmaschine. Es verstärkt das Gefühl der Antike. Gleichzeitig aktualisiert die Künstlerin die kulturelle „Wiege“ der Moderne, als auch ihrer eigenen künstlerischen Erotik. Erotik ist zweifellos eine anhaltende künstlerische Beschäftigung.
Der symbolische Name „Berührung“, die es auf dem Bild objektiv gesehen nicht gibt (weil der Mann die Hand erst nach der Frau ausgestreckt hat ohne sie zu berühren), offenbart den Scharfsinn der Anordnung dieses und anderer Werke Nada Žiljaks, in denen sie die erstaunliche Macht des unerfüllten Verlangens betont. Der ersehnte and unerfüllte erotische Fluss ist durch die unerfüllte oder sogar erfundene Beziehung zwischen dem Maler und dem Modell, als auch der Malerin und ihren Werken, symbolisch dargestellt. Realisiert oder nicht, wird die Erotik in Nada Žiljaks Werken als eine Triebkraft der Kunst dargestellt.

Malerische Lüsternheit   
Das koloristische Eindringungsvermögen des Themas und ihre erotischen Mächte sind charakteristisch für diesen Opus. Auf dem Bild „Das rote Zimmer“ („Crvena soba“, 2004) steht der Maler vor der nur leicht gekennzeichneten Staffelei. Um sein Handeln erkennen zu können, ist die ausgestreckte Hand, mit der er malt, wichtiger. Auf dem Boden sitzt das nackte Modell. Innerhalb dieser einfachen zeichnerischen Beziehung spielen sich eine Reihe von malerischen Elementen ab, durch die die erotisch geladene Stimmung erreicht wird. Zwei Farben dominieren und mit ihnen baut die Künstlerin entgegengesetzte Beziehungen auf: türkis und rot. Der Mantel des Malers ist türkis, und diese Farbe wird auch auf dem Gesicht der Frau reflektiert, die mit leicht gespreizten Beinen posiert. Das gibt ihr einen unnatürlichen Ausdruck der Erregung. Ebenso verbindet es ihren Blick mit dem Körper des Malers: ihr Kopf hat die Farbe seines Körpers (Mantels). Andererseits durchdringt die rosa Farbe, mit der die Haut des Modells dargestellt wird, den ganzen Raum des dargestellten Ateliers. In diesem Raum kann man die Staffelei oder die Leinwand nicht genau erkennen. Die einzige visuelle Stütze ist die Zeichnung der Stuhllehne. Das Zimmer „brennt“ mit dem Verlangen des Malers, sein Verlangen zu bändigen, indem er ihre Form malt, während er sich zur gleichen Zeit seiner inneren Leidenschaft hingibt, durch die er den durch die visuellen Sensationen verursachten erotischen Fluss einsaugt. Diese besondere Art und Weise der Künstlerin an die Erotik heranzutreten, laut der die intimsten erotischen Vereinigungen gleichzeitig auch die spirituellsten sind, existiert schon seit der altägyptischen Kunst, und Nada Žiljak hat sie einige Male unter einem ähnlichen Namen apostrophiert.  

Das Bild „Das rote Atelier“ („Crveni atelijer“) wurde im Foto Soft Kalender für 2004 reproduziert und besteht aus Komplementärfarben, in denen der lodernden Beziehung
zwischen Rot und Grün durch die zerbrechliche Figur des Malers und ungewöhnlicher Schatten oder durch den angedeuteten Stuhl, der so positioniert ist, dass er denjenigen erotisch vorkommt, die solche Nebengedanken haben, Sinn verliehen wird.Gerade die rote Farbe ist es, die sie dazu verführt.  

Die Schönheit der Werke aus Nada Žiljaks neuen Zyklen ergibt sich aus vernünftigen  erotischen Gedanken und dem reichen malerischen System. Diese Bilder haben einen verschobenen Realismus, virtuelle Formen, erfundene Situationen und konkrete malerische Kompositionen, die nur bedingt als surrealistisch bezeichnet werden können.
  
Das Bild „In Osijek“ („U Osijeku“, 2003) wurde mit einer doppelten „Verschiebung“ der Realität komponiert. Auf dem Bild sieht man Teile eines Ateliers; ein Stuhl, Farben, eine Staffelei. Jedoch bleibt das Hauptbild innerhalb des frei gestalteten Raums unklar. Ist das ein Bild eines gemalten Bilds auf dem man Liebhaber sieht? Oder ist es ein Spiegelbild im Atelier auf dem man klar genug die „belästigte Malerin“ erkennen kann. Die Frau auf dem Bild (mit autobiographischen Zügen), innerhalb des echten Bildes, widersetzt sich nur schwach, oder genauer gesagt, sie stemmt sich mit ihrem Körper und ihrer Hand kräftig gegen den Tisch und nimmt teil an dem unsichtbaren aber erahnten Akt des Näherkommens mit der an sie geschmiegten Figur.    
 
Nada Žiljak ist eine große Meisterin der kleinen Bewegungen. Auf den Bildern dieses Zyklus wirken ihre Protagonisten lebendig und plastisch. Durch unbedeutende malerisch-zeichnerische Eingriffe wurde eine ausreichend kräftige Symbolik hergestellt, die ihre Absichten bestimmt. Sie ist nicht süchtig nach Farben, sodass Rot auf keinen Fall ein verbindliches Symbol der Erotik ist. Im Gegenteil. Das Bild „Im Atelier 9“ („U atelijeru 9“) lodert frühlingsgrün, genau in der Hälfte des Bilds, in der die beiden nackten Figuren sind. Nur die angedeutete Position der Hand auf dem weiblichen Körper enthüllt das sexuelle Spiel. Aber die Farben suggerieren eine erwachte Natur, ein Verliebtsein, das Paare in der grundlegenden Mission Leben weiterzuführen zusammenführt . 
     
Die symbolische Darstellung dieser mächtigen „Umarmung“ der Natur, in der Liebhaber wie Fische in einem Netz gefangen sind, hat Nada Žiljak auf dem Bild „Im Atelier 4“ („U atelijeru 4“) dargestellt. Zwei nackte, zerbrechliche Körper, die zueinander hin gebogen sind wie Fische, die sich winden um ihr Leben zu retten, sind gegen ein dunkles Bärenfell gestellt, das wegen seiner dominanten koloristischen Position auf dem Bild nicht wie ein Teppich wirkt, sondern wie ein mächtiges Symbol des Uranfangs, der Höhle als Heim, eine natürliche Herberge. Ihm gegenüber steht die Staffelei, genauso sanft wie die Liebhaber. Das dunkle Fell zieht den Blick weg von den nackten Körpern, von der Staffelei, und drängt sich auf mit seiner natürlichen, gutmütigen, haarigen und warmen Schirmherrschaft.       

Der ganze Zyklus “Atelier”, wie auch die “Masken“, ist jedoch nicht unbedingt erotisch. Es gibt Bilder im Zyklus „Masken“, die fröhliche, unbeschwerte Masken, Menschengruppen, Passanten zeigen, genauso wie ein Bild im Zyklus „Atelier“, auf dem der Maler oder Malerin einsam sind oder sich mit Freundinnen unterhalten. Aber im Kontext des Ganzen kann man trotzdem die Suche der Malerin nach Antworten über die Natur der Erotik, förmliche wie auch wesentliche, in jedem Bild dieses Zyklus erkennen. Auch in den Bildern der Einsamkeit oder des ruhigen Studierens des Akts besteht der Bedarf, die eigene Existenz zu beweisen.
Alleine im Atelier vor dem gemalten Bild, gebeugt, hat man den Eindruck, dass die abgebildete Malerin eine reziproke Berührung mit der eigenen Phantasie sucht. Nada Žiljak malt intellektuelles Verlangen. Sie malt Schöpfung als ein geistiges Bedürfnis nach Vereinigung mit der Quelle der eigenen geistigen Inspiration. Deshalb sind auch die Bilder der Einsamkeit in ein Atelier positioniert worden, in dem Grau und Schwarz überwiegen, in dem sich einsame Figuren mit gesenkten Köpfen und angespannten Körpern befinden, wodurch sie ängstlich wirken, gleich erotisch. Sie drücken die künstlerische Begierde nach geistiger Inspiration aus, die sensorische Leidenschaft nach Schöpfung, die intellektuelle Unersättlichkeit nach dem Beherrschen der Form, Spannung im Erwarten des Moments völliger Ergebenheit gegenüber dem schöpferischen Werk und das schließliche Erreichen einer geistigen Entspannung, die Werke kreiert. Eine Reihe melancholischer Bilder im Zyklus „Atelier“ handeln von schöpferischer und künstlerischer Depression, die sich als notwendige Leere zeigt, bereit für neue geistige Erfüllung.

Anstelle eines Schlusses
Nada Žiljak hat zwei bedeutende Bilderzyklen geschaffen: „Masken“ und „Atelier“, die zur selben Zeit (zwischen 2001 und 2004) entstanden sind und die ihren reichen und fruchtbaren malerischen Opus bereichern. Diese thematischen Zyklen wurden durch verschiedene Techniken erstellt, von Pastell bis Acryl, als auch in ihren Kombinationen. Beide Zyklen können durch einen thematischen und formellen Schlüssel analysiert werden, obwohl das Thema für die Künstlerin mehr ein Ansporn als Endziel ist. Die Verbindung von Farbe und Zeichnung auf eine moderne Art und Weise machen diese malerischen Gesamtheiten auf eine originelle und individuelle Art und Weise raffiniert und harmonisch. In der Tradition der modernen Abstraktion und surrealistischen Freiheit findet Nada Žiljak Raum zum Schaffen ihrer eigenen Welten.
Die Zyklen „Masken“ und „Atelier“ sind frisch und neu. Sie bestätigen Nada Žiljak als eine Künstlerin von unerschöpflicher Kraft, tiefer Emotionalität und malerischer Vernünftigkeit.  
Branka Hlevnjak       
           
           
           
             
Eigene Ausstellungen


 

NADA ŽILJAK
Geboren in Zagreb im Jahre 1944. Schloss 1967 die Akademie der Bildenden Künste in Zagreb  ab und postgraduierte 1970 in Albert Kinerts Klasse. Sie ist eine freie Künstlerin und arbeitet mit zahlreichen Techniken: Öl auf Leinwand und Papier, Zeichnungen, Aquarelle, Pastellbilder, Graphiken, Kupferstiche, Linolschnitte. Ihre Werke hat sie auf etwa fünfzig selbständigen Ausstellungen in Kroatien, Österreich, Ägypten, Deutschland, Ungarn, Griechenland und der Ukraine gezeigt. Ihre Werke befinden sich in Museen weltweit und privaten Sammlungen. Über ihre Bilder, Illustrationen und Zeichnungen wurden Monographien aus der Feder von Branka Hlevnjak und Ðuro Vanđura veröffentlicht. Beschreibungen und Kritiken sind auf den folgenden Seiten zu finden:  
http://www.geocities.com/galzelina/
http://www.gallery-hr.com
http://www.ziljak.hr

 

Kolorizam u djelu Nade Žiljak

Slikarski ciklusi Nade Žiljak “Maske” i “Atelijer” s početka milenija (2001.-2004.) otkrivaju Nadu Žiljak kao izvrsnu koloristicu i slikaricu danas sve rijeđe erotske tematike.

U ciklusu “Maske” umjetnica je, tragom misli da se samo skriveni čovjek istinski razotkriva,dala oduška erotskim sanjarenjima i seksualnim užitcima svojim virtualnim maškarama. Na zamišljenom karnevalu slikarskog platna, u zanosu noći, opijeni alkoholom vođeni uzbudljivom spoznajom da je sve što sada čine ili će učiniti skriveno i tajnovito, bujaju strasti slikaričinih protagonista. Ona im dopušta radost anonimnosti, to jest, da kao maškare ne pripadaju svojoj stvarnoj pojavnosti, nego onoj lažnoj, jednodnonoćnoj i dozvoljivoj, što više običajnoj pojavnosti krabulja. Slikajući dakle, drevni običaj maškara s kadrovima pojedinih parova, Nada Žiljak stvorila je slap virtualnih zbivanja, kolorističkih i crtačkih ludorija, erotskih ushita i seksualne sablazni; pronašla je nepresušan izvor tema izuzetne poticajnosti koja ju je odvela u pune plohe, u kolorizam, u kojem boje imaju dominantnu ulogu.

U novim ciklusima Nade Žiljak boje su nositelji slikarskog prostora i iluzije gibanja. Na slikama se ne razaznaje točno kolika je dubina koju gledamo uz moć naše imaginacije, sve dok se unutar jedne boje ne otkrije nova, drugačija. Kao kad promatramo nebo u njegovoj kolorističkoj plošnosti pa uzbuđeno otkrijemo drugi plan iza oblaka ili ispod mlječne staze, nove tamnije galaksije. Ispod tamnog sloja prvotne plamteće boje, na ujednačenoj površini platna odjednom otkrivamo slojeve. Umjetnica provocira oko i vodi ga slikom dajući mu osnovne tematske i osjećajne obrise, uskraćujući istodobo racionalno ovladavanje strukturama.
Zagonetnost maski i njihova požuda za tjelesnim imanjem-davanjem u djelima istoimenog ciklusa (“Maske”) prenosi se na gledatelje, koji dijele uzbuđenje naslikanog dodira, najavljene požude, očiglednog užitka, scene sitnog nametanja, prikrivenih slutnji i mjestimično razotkrivenih maski.

Umjetnica oblikuje viđene i slućene prostore slojevima boje, ritmom komplementarnih sudara i tonske raskoši, veličanstvenom raspjevanošću, tematski poduprtom krabuljnom noći. Kompozicija i struktura slike ponekad nadvisuje temu i kao da je istiskuje iz okvira slike ostavljajući u kadru tek ugođaj toplih noći, kolorističku finoću i bojanu tajnu.
Poznavajući vrlo dobro suvremeni slikarski metijer Nada Žiljak ostavlja ponegdje podlogu slike kako bi potaknula dojam određene otvorenosti. Daje platnu mjesto da diše, gledatelju da osjeti slikarski čin stvaranja poteza, da vidi strukturu slojeva, dosegne simbole analitičkog slikarstva koje činjeničnost slikanja ističe kao istinu po sebi. Takav, dakle, elementarni, istančani, gradbeni kolorizam akrilika, umjetnica je osnažila intrigantnom temom opće tjelesne uzbuđenosti. U slikama se smjenjuju erotika kao duhovna kategorija prikrivene želje za stapanjem i oprošteni blud, silina žudnje i prijevara.

Navlačenjem maski svatko je prividno izašao iz svojih obaveza, iz stega, iz sebe samog. Svi se prikriveni i razotkiveni ljubavni čini zbivaju imaginarnim likovima maski.
Ali, maske nisu uvijek u prvom planu. Često se tek naziru u izlomljenoj kompoziciji, u svjetlosti koja probija iz podloge, ili obasjava scenu. To su slike čiji modernizam godi oku naučenom na nedovršenost oblika, udovoljava intelektu koji traži zagonetnost, raduje osjetila zbog stvorene punoće

Erotika kao životna snaga
“Kraljevna i žabac”, (pastel iz 2001.) prva je slika iz ciklusa “Maski” objavljena u kalendaru “FS - Fotosoft 2002.” Jarko žuta boja suprotstavljena je zelenoj. Tamni crtež ruke koja se sprema dodirnuti grudi žene crna lica u prozirnoj haljini simbolična je umjetničina najava nevinosti same erotike koja je utkana u narodnu mudrost bajke, te je kao takova temeljna u odgoju čovječanstva. A što su maškare, kao da time poručuje umjetnica, nego kratkotrajno društveno pravo odraslih da se kao djeca igraju “biti netko drugi”. A taj drugi lik u koji su se zakrabuljili pomaže im osloboditi sputane želje.

 

Umjetnica koja vrlo dobro poznaje bit likovnih simbola, zaštitila je sebe, i publiku, kao i svoje virtualne maškare od uroka i poroka, koji bi se mogao zbiti tijekom zamišljenog krabuljnog plesa zbog prikrivene i probuđene seksualnosti - kosom. Slika “Kosa” (pastel, akrilik, 2001.) je crtež mlade djevojke duge kose podno koje je šarena maska s izrazom ukočenog smjeha karakterističnog za tvrde maske. Ali više od same naslade koju je moguće zamisliti da se zbiva iza nacerenog lica maske nameće se maski suprotstavljeni lik mlade, vitke, gole djevojke. Njezina bogata, valovita, duga, crna kosa kojom može sakriti svu svoju ljepotu, pokriva joj leđa poput plašta, otkrivajući simbolički svu kosinu plemenitost i moć. Jer kosa je kao i nokti u bliskoj vezi s ljudskim bićem i nakon njihova razdvajanja. Ona je čuvar vrlina, pa i osobnosti u istočnim isto kao i kršćanskim civilizacijama. (J.Chevalier i A. Gheerbrant; Rječnik simbola, Zagreb, 1987.)
Zaštićena tako prvom slikom u ciklusu, Nada Žiljak povela nas je erotskim i tjelesni nasladama svojih maskiranih parova u nekoliko navrata, objavivši naslikana djela djelomično u kalendarima za 2002., 2003. i 2004. godinu, te pokazavši ih na izložbama u Zagrebu, Rijeci, Opuzenu, Pečuhu i Sv. Ivanu Zelini.

Postupno uvođenje u temu

Slikom “Dodir” (60x50 cm) započinje trogodišnji ciklus slika u kojem se umjetnica sve više i sve snažnija upuštala u kolorističke vratolomije, u slikarsko i erotsko oslobađanje temom koju ju je vodila. “Dodir” je još uvodna slika u kojoj glupave maske zločeste kočopernosti “nagovaraju” slikaricu na virtualnu erotiku. Maska i njezina ruka koja dodiruje vršak dojke nemaskirane žene (autoportretnih odlika) nisu u istim prostorno-vremenskim dimenzijama. Žena na slici ne sudjeluje u plesu maski, ali očito osjeća dodir i zbunjena je.

Umjetnica nas polako uvodu u zbivanja naslikane noći. “Šaputanje” (2001.) slika je koja vrišti zelenim bojama unutrašnje rasvjete. Sve je zeleno: i pozadina, i lica. Iz nje se jasno izdvaja crveni tijesno pripijeni kostim i crvenkasta pripijena duga haljina. Dvije žene šapuću, kao da ogovaraju prvu scenu “Dodira”. Spoj crvene i zelene je poput upaljene vatre ili iskre u “sočno” zeleno žutoj podlozi. Boje se izražavaju jasnije ili barem jednako nabojno djeluju na osjete koliko i otvoreni i čupavi crtež vitkih figurica.

“Poljubac” (2001.) platno neznatno većeg formata (75x55 cm) odjednom se raspjevalo drugačijim ritmom, snažnijim koloritom, novom “situacijom”. To je poznati rukopis Nade Žiljak, po svojoj crtačkoj i kompozicijskoj virtuoznosti, ali sada u novom kolorističkom odnosu. Ploha je dobila svoj značaj. Boje su samostalne, a opet podređene skladnosti cjeline. Unutar prevladavajućeg zeleno ljubičastog tonaliteta, jarko crveni detalji postižu briljantan učinak. To su obrazi zakrabuljene dame, ali i crveno lice maske. Najavljeni poljubac u naslovu slike, zapravo je poljubac u očekivanju. Čak i kada ne bismo jasno razaznali crtež, ritam boja, njihov međuodnos i crveni akcenti navode na “vrući” odnos očekivanog dodira. To je slika koja po oblikovim elementima najavljuje novi slikaričin ciklus, koji se u trogodišnjem razdoblju dogodio kao zrela koloristička faza Nade Žiljak.

Akrilik kao izazov
“Poziv na ples” i “Igra” obje iz 2001. slike su kolorističke rakoši u kojem podloga vrišteće plava ili zelena različitih nijansi obasjava unutrašnjom imaginativnom svjetlošću likove u prvom planu; vitke dinamične, u pokretu i gesti. To su slike one zagonetne zavodljivosti, u kojima kao da se ništa ne zbiva sadržajno, ali se upravo bojom događaju prostori, zvukovi, scene, koje ne dozvoljavaju oku promatrača da se smiri sagledanim, već ga nukaju da traži, da luta, da se uključi i prihvati ritam unutrašnje slikarske kompozije, da rekonstruira slikarsku glazbu koja je vodila umjetnicu k nepoznatom cilju. Istodobno, taj je ritam slikarski i tematski ugodan i poticajan, kao prizor koji se promatra kroz prozor, i koji uzbuđuje svojom ponudom otkrivanja neobičnih detalja u sklopu cjeline; malih senzacija neočekivanosti, svjetlosnog rasapa, ili nagovještaja nečeg “iza”.

Koliko god je ciklus “Maske” tematska cjelina, on je nastao u različitim slikarskim tehnikama. Najznačajnija novost u bogatom i osebujnom slikarskom opusu Nade Žiljak vezana je ovdje uz akrilik. Kao što sama izjavljuje, akrilik se ponaša potpuno drugačije od uljnih boja, ili bilo koje druge tehnike. Ima svoju svježinu, brzo se suši i traži drugačije načine mješanja boja, to jest, postizanja kolorističkih efekata. I u tom, dakle, novom iskušavanju same tehnike akrilika slikarica je pronašla svoj način rada i podredila ga potrebama vlastitih kompozicija. Možda baš zahvaljujući vječnoj i trajnoj temi “Maski”, kao i “Atelijera” čija je erotičnost duboko ukorijenjena u brojnim civilizacijama, odnosno u povijesti umjetnosti, zavoljela je boje u njihovoj čistoći i snazi. Dala je novi zamah plohama, povezujući ih, gradeći i otkrivajući u čvrstim, većim cjelinama, čime je postigla novu slikarsku poetiku.

Aleksandrijski kvartet kao poticaj

Bogata, sočna atmosfera noći i mraka u kojem se skrivaju zakrabuljeni ljubavnici, prezasićena slatkastost ružičaste slike “Žudnja”, ili kontrast sablasne crne muške maske i razgolićenog tijela žena kao u slici “Poslije ponoći”, “Požuda”, “Raspojasanost” i tako dalje, nadahnute su intelektualno-poetskim djelom Lawrencea Durrella (Indija 1912.) “Aleksandrijski kvartet” iz 1958. godine. Ove su četiri knjige raspredanja o životu, te njegovo zgusnuto oslikavanje bez moraliziranja, nadahnule slikaricu. Aleksandrijski krabuljni ples visokog društva, u svom očekivanju, ogovaranju, raskrinkavanju, začudnosti, kriminalu, kojem Durrell, posvećuje, možda, tek nekoliko stranica, javio se Nadi Žiljak u trenucima slikanja kao osobno virtualno iskustvo, kao odbljesak usvojenih slika dograđenih vlastitom maštom i osjećajima.

Povezanost ciklusa “Maski” Nade Žiljak i Durrellovih opisa aleksandrijskog karnevala dolazi istim onim paučinastim vezama ili bučnim kanalima, kojima umjetnicima dotiče gradivo osobnog stvaralaštva. Ta duhovna umreženost kao da traje od mezopotamskih i egipatskih početaka, koptskih i zaratustrinih tajnovitosti, dvotisućljetnih kršćankih nastojanja da ljudskosti da viši moralni oblik. Kroz taj dugi period urodila je univerzalnom simbolikom znakova i pojmova, koji se svejednako šire umjetnošću kao i nomadskim lutanjima. Simbolična civilizacijska egzaltacija krabuljama ugrađena je u slikarski svijet “Maski” Nade Žiljak.

Tematska privlačnost
Nada Žiljak slika erotiku kao pokretačku silu života, njegovu snagu održivosti, nuždu opstanka. U “ponudi” ženskih aktova nema grijeha, nema zla, nema svodništva: žene su dobrovoljno i strastveno nadigle svoje haljine pokazujući svoja “rajska vrata” zakrabuljenim maskama, vjerujući da se iza nosatog pajaca, iza crnog kostura, iza zelenog lika s turbanom, iza glupavog trokutastog tuljka skriva dragan, ljubavnik, ljubavnica, prepuštajući se prilici slatkog užitka stapanja s tajnom klicom života, žarom iskre božanske prisutnosti.
Zanimljivo je kako poznati slikaričin rukopis skrivanja i otkrivanja obojanih ploha, ima ovdje novu izmjenjenu ulogu stvaranja titravog ugođaja erotskih silnica, svjetlucanja svijeća, bljeskova svjetiljaka, iznenadnih fleševa na mjesečini. Te su male partije sakupljenih boja u svojoj različitosti, važne za konačni ugođaj, za iskazivanje ushita, za strukturiranje plohe, tako karakteristične za modernu i suvremenu umjetnost. Nada Žiljak novim ciklusom ojačala je gradnju slikarskih prostora, dajući mu dulje i mirnije partije, unutar kojih se zbivaju kraći i rastrzani koloristički ritmovi, neovisno o naslikanoj radnji. Ritam slike se poklapa s unutrašnjom osjećajnosti, s intelektualnom logikom slikaričina svijeta, koji nipošto ne želi izgubiti komunikaciju s gledateljstvom.

Slika “Zelena rukavica” iz 2003. slikana je izražajnim načinom u kojem se bojane plohe zgušnjavaju u jedinstveni doživljaj tame i svjetla. Tamno ljubičasta, zelena, crna, osvijetljene su u manjim plohama žutom, bijelom, narančastom, crvenom. Erotski ugođaj slike maske-ljubavnika i ljubavnice je stvoren kontrastom boja, osobitom sugestijom svjetla i topline. Kratka visoko, u zlatnom rezu, postavljena traka (horizonta) “užarenih” boja svoju realističnu sugestiju ima u svjetlom toplom tijelu žene, dok je muškarac u mraku. Tako je koloristička napetost ujedno i tematska, iako tijela nisu građena drugačije do li bojama. Samo lica i posebno naslovljena tema zelene rukavice imaju elemente crteža. Nada Žiljak koja je inače vrsna crtačica, ovdje razmišlja potpuno slikarski. Ali, jednako kao što gledateljstvo zavodi iznenađujućom skalom boja od nježnih do dramatičnih, od mračnih do svijetlih, tako se umjetnica sama, rekli bismo, rado prepušta svom tematskom poticaju.

Slika “Ptičji maskenbal” satkana od snovitog kontrasta nježno ljubičaste, ružičaste i zelene boje, nova je slikarska poezija. Kao što su boje nježne i cvjetne, tako je i tema nadnaravna i snovita. Skinuvši masku žene, s tijelom žene, pojavila se žena-ptica. Mogli bismo dakako u književnosti nabrojiti pandane ovoj uzbudljivoj temi, simbolima odrediti višesmisleno i duboko podrijetlo ptice kao duše, i opće božje naklonosti ljudima. Ali zanimljivo je koliko umjetnica ovdje u općoj temi maski “podvaljuje” gledateljstvu neočekivanu simboliku, inteligentno je koloristički, čak ljupko, uključujući u mogući maskenbal.
Lakoća i jednostavnost kojom Nada Žiljak gradi svoj slikarski svijet jedna je od njenih stvaralačkih odlika. Ne samo u ciklusu “Maske” i “Atelijer”, nego i u svom cjelokupnom opusu, umjetnica vješto stapa i pretapa stvarnost i san, viđeno i neočekivano, fizičko i duhovno. Budući da slika bogatu lepezu figuralike, utapajući ih u velike orkestracije grafičke, pastelne i slikarske, njezine slike uvijek su na bridu između apstraktnosti i realnosti, strukturalno vrlo konkretne i suvremeno oblikovane na potpuno individualan način.

U ikonografiju svojih slika u ciklusu “Maski” nastalih krajem 2003. i početkom 2004. Nada Žiljak uvodi “promatrače” krabulja. To su ptice i mačke. Ponekad oni postaju važniji i od samih maski. Slika “Znatiželjna ptica”, koja stoji na stijeni i čupka šešir maski-ptici, odvlači pozornost od nagosti žene prislonjene uz stijenu i njezinog općinitelja-maske. Zapravo, cijeli je uzbudljivi čin muško ženskog sjedinjenja neutraliziran pticom, koja se pobunila na maskiranost, a ne na prirodnost same radnje. Ova zanimljiva tematska inverzija govori u prilog opravdane razuzdanosti slikaričinih protagonista. Umjetnica simbolički, putem ptice, koja je, uostalom, postavljena kompozicijski u prvi plan, postavlja pitanja o licemjerju. Koje su maske stvarne, a što je prirodno?
Slike Nade Žiljak iz ciklusa “Maske” portreti su zamišljenih likova i parova. Svaki od njiih sazdan je od drugačijeg tonaliteta, od drugačijih kompozicija u kojem boje i njihov odnosni ritam sugeriraju gledatelju težinu moralnog prekršaja, stvarnu ljubav, simpatije, nadanja, kompliciranost ili jednostavnost pojedinih likova skrivenih kao i razotkrivenih iza maske. Maske su ljudi i stoga im slikarica daje određenu karakternost. Svakom drugačiju.

Erotska ugođajnost

Slikarsko svjetlo koje izbija iznutra iz pojedinih boja stvara atmosferu slike, ali i moguću psihološku vrijednost naslikanog virtualnog para. Koloristička oslikavanja duhovnih stanja virtualnih osoba i osobenjaka, ponekad su doista teška. Smeđe tirkizno plava boja u slici “Žuta prostirka” ili crveno, smeđe, ljubičasta u slici “Na prostirci”, obje iz 2003. sugeriraju složene odnose, teške odluke, mračna razmišljanja. Noćno svjetlo nigdje nije doslovno prikazano, ali je ono također sluteći razlog osobitih boja. Istodobno boja je ta koja nam na svaki način sugerira požudu, prijevaru, uzbuđenje zabranjenog.

U slici “Skriveni pogled” iz 2004. smeđe ljubičastog tonaliteta, plave partije boja daju dojam otvorenog prostora. Tako postaje upitno gdje se nalaze ljubavnici ispruženi tijesno jedan do drugog. Jesu li oni pobjegli s maskenbala i ne sakriviši se potpuno, prepustili se svojoj požudi? Netko ih je vidio, što više gleda ih dok lijegaju na tlo i pripremaju za prepuštanje nerazumljivom zovu osjećaja? Zagonetna je osoba koja stoji iznad njih, budući da slikarica, namjerno, nije precizno naznačila granice i odnose među likovima, a naslovom je nagovijestila da su ljubavnici promatrani u nezgodnom trenutku potpunog zbližavanja. Ali umjetnica ne želi moralizirati, jer slika prvenstveno osjećaje, temperament, zanos. Dinamična kompozicija s okomitom i dvije polegnute figure, usklađena je kolorističkim ugođajem nagovještene ekstaze. Čulnost, uz spomenute odnose, pojačana je svijetlom bojom nagog tijela žene i tamnim tijelima njezina tijesno priljubljena partnera i promatrača sa strane. U toj se atmosferi gledatelj nesvjesno poistovjećuje s osamljenom figurom koja očigledno hrani svoju znatiželju zabranjenim gledanjem tuđeg sladostrašća.

U nekoliko djela umjetnica slika “trokut”: to jest dva sretna i jedno osamljeno biće. Slikajući erotiku, tema osamljenosti javlja joj se kao harmoničan ritmički kod, akcent koji razbija grupirane kolorističke mase i olakšava kompoziciju slike, daje joj bojanu protutežu, ali i sadržajnu logiku. Izdvojeni lik nije, međutim, na svakoj slici osuđen na tugu. Naprotiv. Neke su osamljene maske slikane tako da djeluju baš vedro i samozadovoljno. Ali budući da su maskirane logično se postavlja pitanje, kakvo je lice ono ispod? Aluzuja na klaunove i njihov lažni smijeh otvara potpitanja.

Na slici “Ples” iz 2004., na primjer, osamljena maska djeluje poput niskog debeljucastog gospodina vrlo zadovoljnog sa samim sobom. Upravo on bi mogao biti domaćin koji je organizirao maskenbal i sada uživa u razbluđenom društvu prijatelja i znanaca. Dramatičnost na slici postiže lijeva vrlo opaka, trokutasta maska vraga, oko čijeg se vrata tijesno pripija vitka plavuša.
U tom “trokutu” više smo zabrinuti za djevojku nego za osamljenika. Jer, čini se nekako da ljudi oblače one maske u kojima se podsvjesno prikazuju kao osobe svojih skivenih želja. U slici “Ples”, dakle, plavokosa djevojka uredno počešljane kose u rep, grli tu, doista prijeteću masku s potpunim povjerenjem, znajući, valjda, da se ispod opake “zvijeri” skriva junak njezina srca. A nije li priča o ljepotici i zvijeri zapravo najerotičnija bajka? Simbolični prikaz o duhovnom nadrastanju fizičkog; simbol u kojem tjelesna odbojnost biva prevladana i bogato darivana ljepotom. Upravo se to zbiva na ovoj slici. Nada Žiljak nas navodi na čitavo bogatstvo predodžbi koje proizlaze iz naoko jednostavnih i skladno uravnoteženih slika.

Slikarske rapsodije

Ciklus slika “Maske” i “Atelijer” Nade Žiljak obiluje simbolikom, očiglednom kao i onom asocijativnom. Gotovo na svakoj slici otvaraju se nove i različite vizure, skrivene znakovitosti drugog plana, trećeg, ili naprosto novog, koji nastaje svakim ponovljenim gledanjem-čitanjem. Pozornom gledatelju, simbolika ovih slika nameće se kao neiscrpan izvor čulnosti; kao veličanstvena slikarska rapsodija. Ona priziva i svijest i podsvijest, i znano i mitološko prihvaćanje naslikanog, ali bez egzistencijalne mučnine; što više, uz ugodu i uzbuđenje primjereno spremnosti gledatelja da se prepusti ovoj jedinstvenoj umjetničkoj maštariji.

Erotika je naslikana toplinom boja i njezinom “dubinom” u koju ponire pogled privučen tajanstvenim silama. U tom se zgusnutom slikarskom prostoru javljaju kratki, ali precizni crteži pokreta, gesti, pohotnih ruku, posesivnih prstiju, obnaženih bedara, ispruženih tijela, zavodljivih pogleda, meke puti. Dovoljno je prepoznati unutar vitkih figurica, tek jednu, dvije, tri, karakteristične crte koje otkrivaju svu bludnost ili nevinost njihova odnosa.
Slika “Plava livada s mačkom” dovodi gledatelja u nedoumicu gdje je umjetnica smjestila erotsku radnju. Premda naziv slike određuje livadu, plava boja u tonskim prijelazima udaljava misao od nje i traži drugu vrstu razložnosti. Lebdeći, bestežinski položaj tijela nagovješta ljubavni par. Oni kao da plove u polusnu, u prostoru čija koloristička vrijednost krijepi misao na zanos, ushit, ljubavnu svečanost. Taj lebdeći položaj prisjeća na Chagallove mladence i slavensku bajkovitost, potvrđuje umjetničinu afirmaciju humanosti.

Slike Nade Žiljak nisu jednostavne kompozicije, lakog čitanja. Naprotiv. Ugodu njihova gledanja dorađuju mnoga sitna iznenađenja, oblikovna i koloristička supotstavljanja osnovnoj temi. Tako dvije crvene forme u pozadini ove slike, kao da najavljuju moguću opasnost. I u donjim slojevima slike koloristička struktura nagovješta prolaznost. Desno uz mačku, kao da se slute još neke figure, pričinja nečija nazočnost. Duljim gledanjem slike prvotna se idila nije raspršila, ali je postala upitna njezina nevinost, ili barem njezin dugotrajni opstanak. To je složena kompozicija, koja uz osnovni romantični lajtmotiv ima čitavo mnoštvo tonaliteta, ritmova, kontrasta stopljenih u slikarsku harmoniju koja se i ne mora rastavljati u svoje dijelove, već naprotiv, treba se gledati kao cjelovita čulna punoća.

Kao što u glazbi postoje kompleksnije i sadržajnije kompozicije tako i u slikarstvu Nade Žiljak postoje jednostavnije, toplije, komornije i romantičnije slikarske kompozicije. U usporedbi sa slikom velikog formata “Plava livada s mačkom”, slika “Zaljubljene maske” manja je formatom i drugačija sadržajno-formalnim sklopom. Kao što naslov najavljuje, boje potvrđuju svježu zelenkasto žutu, s dodirima ružičaste. Boje su to optimistične, obećavajuće. Njihova simbolika proljeća i probuđene prirode u potpunosti odgovara sadržaju sljubljenih maski. Slikarica im je dala svoj koloristički blagoslov i postigla uzbudljiv doživljaj zaljubljenosti. Iskrenost osjećaja na slici ničim nije ometena, narušena ili dovedena u pitanje. Ova slika je čista oblikovna i bojena radost uzajamnosti osjećaja. I otvoren poziv publici da podijeli radost naslikanog.

Atelijerske erotske pustolovine

Kolorizam koji se pojavio u novijem stvaralaštvu Nade Žiljak kao određeni zrelosni pomak prvi puta intenzivnije u ciklusu “Maski” potaknuo je stvaranje usporednog ciklusa slika pod zajedničkim nazivom “Atelijer”. Ne, slučajno. Jer umjetnički atelijer je oduvijek bio mjesto erotike. Mjesto gdje su obnažene ljepotice, jednako kao i goli muškarci pružali umjetnicima pogled na tijelesni krajolik, na doline i brda, na brežuljke i jezera, na anatomiju, taktilnost, grafizam i ukupnu ljepotu ljudskog tijela. Tijelo kao božansko djelo oduvijek se gleda kao zagonetka vrijedna studiozne pozornosti, osvajanja. Tijelo, odnosno akt, jednako je znanstvena kao i kreativna potkrijepa. Tema umjetnika i modela u atelijeru nametnula se Nadi Žiljak kao prirodan slijed, gotovo kao obvezatni dio erotskog ciklusa.
Slika “U atelijeru” iz 2004. je klasične postave: on slikar naznačen je slikarskom kapom pred štafelajom; ona, model opružena je na divanu. Leži i uživa. Uživa u umjetnikovu pogledu koji joj miluje kosu, oči, usne. Njegov pogled, zamišljamo, kako klizi vratom, grudima, analizirajući svaki detalj, tragajući za efektima svjetla, za bojom koja će predočiti mekoću i taktilnost tijela, grafizmom kojom će oslikati kosu, oblikom koji će dati važnost toj uzbudljivoj vizualnoj avanturi.

Erotska pustolovina Nade Žiljak počinje obrisnim crtama. Ona je, zapravo, poistovjećena sa slikarom koji u atelijeru, istinski promišlja karakteristične napetosti tijela golog modela. Istodobno ona je slikarica slikara koji promatra i otkriva privlačnost akta. Crtački pojednostavljeno, ali znakovito, umjetnica oblikuje svoju ispruženu modelinu dok izaziva umjetnikovu pozornost.
Nada Žiljak oblikuje površinu slike osobitim bojenim poljima. Ona se mijenjaju od kvadratnih oblika do labirintnih zidova, od plitkih nanosa boje do ugođajnih mrljastih namaza. A modeli koji poziraju u imaginarnim atelijerima su opći simboli napetosti i uzbuđenja, izazov osjetilima, poziv na virtualne dodire pogledom.
Na slici “U atelijeru” iz 2004. Nada Žiljak je mirnim i prugušenim bojama naslikala toplinu slikarskog atelijera. Udaljenost između slikara i modela je znatna, ali njihova veza sudbinski je određena. Sićušni na slici, i slikar i model utopljeni su u ugodnu atmosferu intimnosti, koja je predviđena da postane javna.

Povezujući motiv maski i atelijera, Nada Žiljak uspostavila je logičan most između krabuljne i umjetničke usredotočenosti na čulnost. I umjetnost i maškare pretendiraju na izigravanje uobičajenog. Izdvojeni iz “životnih pravila igre”, unutar koje svatko ima neku životnu ulogu i napisane scenarije ozakonjene društvenim moćima, tek umjetnici i maškare, skinuli su ovdje svoje dnevne maske “prosječnosti”. Drugo lice njihove stvarnosti okupira umjetničinu pozornost već nekoliko godina.

Zbilja koju oslikava Nada Žiljak u ciklusima “Maske “ i “Atelijer” jest erotika kao temelj jestvu, kojoj je posvetila brojne kompozicije. Njima iskazuje fino nijansirane odnose erotike i slikarstva. Ti su odnosi oba ciklusa stopljeni u uzbudljivu cjelinu.

Načelo dvojnosti i upitna dvoličnost

I u ciklusu “Atelijera” boja, također kao i u ciklusu “Maski” daje temeljni ugođaj slici. Crtež crnog obrisa, javlja se više kao skica nego kao kostur slike. Boja stvara sazvučje tonova i ritmova, ona je čas britka, čas topla, čas svijetla, čas mračna. Crtež ostaje nositelj razumjevanja slike, njezine teme, ali boja daje drhtaj, ispunjenje, ljepotu. Crtež se čini kao nužan prostor stanke, kao ljupka melodija unutar skladne kompozicije.
Ciklus slika “Atelijer” i “Maske”, kao uostalom i sve slike Nade Žiljak, s lakoćom se mogu gledati kao stvaralački informel u kojem se mirne plohe smjenju s kolorističkim akcentima. Boje su vidljive u potezima i plohama, ponekad kvadratičnim, gušćim, rijeđim, čistim i pokrivenim, uvijek osobito strukturiranim. Ali svaki formalni sklop ima podlogu u umjetničinom misaonom ustroju.

Slika “Plavi trosjed” iz 2004. na simboličan način govori o dualizmu. Dominantna plava boja protkana je sitnim efektima žute koja se javlja i iznad i ispod trosjeda. Time je postignut lebdeći ugođaj prostora. Međutim, muška i ženska figura lijevo u slici tijesno su pripijene, okrenute jedna drugoj leđima. Slikar i model? Kao da su vezani na neki nevidljivi stup. Stup srama? Muž i žena? Osuđeni na nerazdvojnost? Zajedno, ali uvijek nasuprotni. Ženska osoba kao jin (zemlja, pasivnost, popustljivost, tamno, slabo, ženski prirodni princip) i muška kao jang (nebo, aktivnost, čvrsto, jako, svijetlo, muški prirodni princip). Simboli nerazdvojivih suprotnosti na čijim jedinstvu funkcionira život. To još nije sve. Na trosjedu iznad njih se ispružila mlada djevojka plave kose. Pozira, vabi, čeka. Boje potkrijepljuju požudu, izazivaju vrckave misli iskricama nedorečenosti, plavu snovitost, samotnjačku samodostatnost. Pobjedničku slavu?
Umjetnica nam je ovom slikom postavila brojna pitanja, stvorila intelektualnu napetost i kolorističku ugodu oku u traganju za mogućim erotskim odgovorima. Nema potrebe odrediti ih. Ovdje svatko može pronaći svoje odgovore. Jer slika je doista intrigantna.

U brojnim slikama u oba ciklusa Nada Žiljak položajima i izrazima svojih protagonista otkriva različite vrste dvoličnosti. Poput književnika Durrella koji joj je otkrio mnoga iskustva i različite spoznaje o ljudima, nikad ne osuđujući ih, tako i Nada Žiljak u svom izgrađenom i vrlo osobnom načinu crtanja figura, zna minimalnim pomacima crte stvoriti vrlo živu i uvjerljivu gestu. Od slike do slike, od lika do lika, u neznatnim iskrivljenjima, pojačanjima i napetostima crte očitavaju se suptilnost, sebičnost, opakost, milina, putenost, predanost, depresija, gorljivost i tako dalje. Premda je često riječ o gotovo piktografskim naznakama ljudskih figura, vješt crtež slikarice otkriva moguće kretnje i pripadajuće osjećaje. Oni su višesmisleni, a često postavljeni kao trajni upit o pragmatičnoj dvoličnosti.
U slici “Žuti suton” iz ciklusa “Maske” u kompoziciji “trokuta” stojeći lik djeluje kao starorimsko božanstvo Janus s dva nasuprotna lica. Maskirani lik poistovjećen je s poznatim simbolom dvoličnosti. Naime, dok je njegovo društvo, ispruženo na podu s izgledom pijanog bračnog para, maskirana stojeća figura čini se kao da s njima razgovara. Ali, iza maske, crtež jasno naznačuje lice okrenuto na drugu stranu. U slikarski nedorečenoj daljini, pogledom kao da traži zanimljivijeg sugovornika, željenu družicu, moguću draganu.
Događaji na maškarama, kako ih slika Nada Žiljak često su tipični za društvene odnose. Naslikani su britko, osvijetljeni i osviješteni s brojnih strana.

Slikama iz ciklusa “Atelijera”, jednako kao i onim iz ciklusa “Maski” umjetnica je ostvarila svjetlosne i ritmičke napetosti, slikarsku dramatiku, koja grije i rashlađuje naše uvriježene stavove o erotici, provocira promišljanje društvenih odnosa, zove da preispitamo moral i licemjerje. Jedna od slika, koja nas upućuje na povijesnost atelijerske erotike je slika “Dodir” iz 2004. U smeđe ružičastom tonu na slici stoje dvije figure. Model i slikar. Ona je svučena do koljena i kontrapostno postavljena u klasičnu pozu starogrčkih Venera. Glava joj je nakošena te ima izraz ljupkosti i nevinosti Botticellijeve “Venere”. Muškarac, za razliku od nje vitke, je podeblji s ispruženom rukom prema modelu. Crna kosa i brada kao i odjeća, koja podsjeća na starorimsku togu, pomiče priču u rimsku zadivljenost starogrčkom skulpturom. Slika doista djeluje kao “izguljena freska”. Njezina koloristička struktura je u ulozi vremeplova. Potencira doživljaj starine. Istodobno umjetnica aktualizira kulturnu “kolijevku” suvremene, kao i vlastite umjetničke erotike. Erotika je, nedvojbeno, trajna umjetnička preokupacija.
Simbolični naziv “Dodir” koji objektivno ne postoji na slici (jer muškarac je tek pružio ruku prema ženi ne dodirnuvši je), otkriva pronicljivost postavke ovog kao i drugih djela Nade Žiljak u kojima naglašava začudnu moć neostvarene želje. Žuđeno i neostvareno erotsko strujanje simbolički je prikazano kroz neostvareni ili pak izmaštani odnos slikara i modela, te slikarice i njezinih djela. Ostvarena ili ne erotika je oslikana u djelima Nade Žiljak kao pokretačka snaga umjetnosti.

Slikarsko sladostrašće
Kolorističko prožimanje teme i njezine erotske moći karaktaristično je za ovaj opus. Na slici “Crvena soba” iz 2004. slikar stoji pred štafelajem tek ovlaš označenim. Za prepoznavanje njegove radnje važnija je ispružena ruka kojom slika. Na podu sjedi goli model. Unutar ovog jednostavnog crtačkog odnosa događa se čitav niz slikarskih elemenata kojim je postignut erotski naboj slike. Dvije su boje dominantne i s njima umjetnica gradi suprotstvaljene odnose: tirkizna i crvena. Slikareva je kuta tirkizna, a ta se boja reflektira i na licu žene koja pozira lagano raskrećenih nogu. To joj daje neprirodni izraz uzbuđenja. Također, povezuje njezin pogled sa slikarevim tijelom: njezina je glava naslikana bojom njegova tijela (kute). S druge strane, ružičasta boja kojom je slikana putenost modela prožima cijeli prostor slikanog atelijera. U tom se prostoru ne razabire točno ni štafelaj, niti platno. Jedini vizualni oslonac je crtež naslona stolice. Soba “gori” umjetnikovom željom da ovlada svojom požudom slikajući joj oblik, dok se istodobno prepušta unutrašnjoj strasti kojom upija erotsko strujanje izazvano vizualnim senzacijama. Ovaj osobiti umjetničin pristup erotici, po kojoj su najintimnija erotska sjedinjenja istodobno i najproduhovljenija, postoji još od staroegipatske umjetnosti, a Nada Žiljak ga je apostrofirala nekoliko puta pod sličnim nazivom.
Slika “Crveni atelijer” reproducirana u kalendaru Foto Softa za 2004. slika je komplementarnih boja u kojoj plamteći odnos crvene i zelene osmišljava krhka figura slikara i neobična sjena, ili naznaka sjedalice, postavljena u položaj koji se otkriva erotskim onima koji imaju takove primisli. No upravo ih crvena boja na to zavodi.

Ljepota djela novih ciklusa Nade Žiljak proizlazi iz razborite erotske misli i bogatog slikarskog sustava. To su slike pomaknutog realizma, virtualnih oblika, izmaštanih situacija i konkretnih slikarskih kompozicija, koje se tek uvjetno mogu smatrati nadrealističnim.
Slika u “U Osijeku” iz 2003. komponirana je dvostrukim “pomakom” stvarnosti. Na njoj se vide dijelovi ateljea; stolica, boje, štafelaj. Ali ostaje nejasna glavna slika unutar slobodno oblikovanog prostora. Je li to slika naslikane slike na kojoj se vide ljubavnici? Ili je to zrcalna slika u prostoru atelijera na kojoj se dovoljno jasno razabire “napastovana slikarica”. Žena na slici (autoportretnih odlika), unutar stvarne slike, tek se blago opire, ili točnije tijelom i rukom snažno upire o stol sudjelujući u nevidljivom, ali slućenom činu zbližavanja s likom pripijenim uz nju.

Nada Žiljak je veliki majstor malih pokreta. Na slikama ovog ciklusa njezini protagonosti djeluju živo i plastično. Neznatnim slikarsko crtačkim zahvatima uspostavljena je dovoljna snažna simbolika koja ih određuje u nakanama. Ona ne robuje bojama, tako da crvena nipošto nije obvezatni simbol erotike. Naprotiv. Slika “U atelijeru 9” plamti proljetno zelenom bojom, upravo u onoj polovini slike gdje su dvije nage figure. Tek naznaka položaja ruke na ženskom tijelu, odaje seksualnu igru. Ali boje sugeriraju probuđenu prirodu, zaljubljenost koja zbližuje parove u temeljnoj misiji trajnosti života.

Simbolički prikaz tog moćnog “zagrljaja” Prirode u kojem su ljubavnici uhvaćeni kao ribe u mrežu, naslikala je Nada Žiljak na slici “U atelijeru 4”. Dva gola krhka tijela svinuta jedna prema drugom lučno poput riba koje se pračakaju kako bi spasile svoj život, postavljena su nasuprot tamnog medvjeđeg krzna, koji zbog svoje dominantne kolorističke pozicije na slici ne djeluje kao tepih već kao moćni simbol prapočetaka, špiljskog doma, prirodnog skloništa. Nasuprot njemu je štafelaj, jednako nježan kao i ljubavnici. Mračno krzno odvlači pogled od golih tjelesa, od štafelaja, i nameće se svojim prirodnim, dobroćudnim, dlakavim i toplim pokroviteljstvom.

Cijeli ciklus “Atelijera” kao i “Maski” nije, međutim, nužno erotski. Ima slika u ciklusu “Maski” koje pokazuju radosne rasterećene maske, grupe ljudi, prolaznike, jednako kao i slika u ciklusu “Atelijera” gdje su slikar ili slikarica osamljeni ili u razgovoru s prijateljicama. Ali u kontekstu cjeline, slikaričina potraga za odgovorima o naravi erotike, kako oblikovne tako i suštinske, može se ipak išćitavati u svakoj slici ovih ciklusa. I u slikama osamljenosti, ili mirnoj studiji akta, leži misao o potrebi dokazivanja vlastitog postojanja.

Sama opružena u atelijeru pred naslikanom slikom, svinuta u luku, naslikana slikarica kao da traži uzajamni dodir s vlastitom imaginacijom. Nada Žiljak slika intelektualnu žudnju. Slika stvaralaštvo kao duhovnu potrebu za sjedinjenjem s izvorištem vlastita duhovna nadahnuća. Zato su i slike osamljenosti u atelijeru, u kojima preteže siva i crna, u kojima su osamljene figure pognutih glava, stisnutih tijela, zbog čega djeluju tjeskobno, jednako erotične. One izražavaju umjetničku pohotu za duhovnim nadahnućem, čulnu strast za stvaranjem, intelektualnu nezasitnost za ovladavanjem forme, napetost u očekivanju trenutka potpune predanosti stvaralačkom činu i konačno postizanje duhovne opuštenosti koja rađa djela. Niz turobnih slika u ciklusu “Atelijer” govore o stvaralačkoj i umjetničkoj depresiji, koja se javlja kao nužna praznina spremna za novo duhovno ispunjenje.
Umjesto zaključka

Nada Žiljak stvorila je dva značajna ciklusa slika “Maske” i “Atelijer”, koji su nastali istodobno u razdoblju od 2001.-2004. te koji obogaćiju njezin bogati i plodan slikarski opus. Ti su tematski ciklusi rađeni različitim tehnikama, od pastela do akrilika kao i u njihovim kombinacijama. Oba se ciklusa mogu analizirati po tematskom i formalnom ključu, premda je umjetnici tema više poticaj nego konačni cilj. Spoj boje i crteža u suvremenom tretmanu na originalni i individualni način čine ove slikarske cjeline profinjenim i skladnim. U tradiciji moderne apstrakcije i nadrealističke slobode Nada Žiljak nalazi prostor za stvaranje vlastitih svjetova.
Ciklusi “Maski” i “Atelijera” svježi su i novi. Oni potvrđuju Nadu Žiljak kao umjetnicu neiscrpne snage, duboke osjećajnosti i slikarske razboritosti.
Branka Hlevnjak
   
Samostalne izložbe

1981. Zagreb, Galerija INA, Slike
1982. Zagreb, Galerija Kamensko, Slike
Zagreb, Galerija Nikola Tesla, Slike
1983. Zagreb, Galerija Zagreb, Slike i crteži
1984. Zagreb, Galerija IKRO Mladost
Zagreb, Galerija, Konferencija za aktivnost
žena u društvenom razvoju, Slike i crteži
1988. Zagreb, Galerija Klub 42, Crteži
Zagreb, Galerija Trešnjevka, Slike
1990. Zaprešić, Knjižnica Ante Kovačić, Slike i crteži
1991. Zagreb, Galerija Kontempora, Slike
Zagreb Studio galerije Karas, Slike
1992. Bjelovar, Muzej grada Bjelovara, Slike i crteži
1993. Zagreb, Galerija Kontempora, Slike
1994. Križevci, Galerija Ars, Slike
Budapest, OTP Bank Galéria, Slike
Zagreb, Galerija Vugrin, Slike
Osijek, Galerija likovnih umjetnosti, Slike i crteži
Karlovac, Likovni salon Ljudevit Šestić, Crteži tušem i kistom
Sv. Ivan Zelina, Galerija Sv. Ivan Zelina, Slike i crteži
Đakovo, Dijecezanski muzej, Slike i crteži
1995. Gospić, Muzej Like Gospić, Slike i grafike
Zagreb, Galerija Duh, Obale pune tišine
Rasinja, Galerija Škatulka, Akvareli
Zagreb, Galerija Židovske općine, Na obali Galilejskog jezera
Otočac, Narodno sveučilište, Slike i grafike
Velika Gorica, Galerija Kordić, Na prostirci od neba i tla
Zagreb, Galerija Instituta Ruđer Bošković, Slike
Kairo, Muzej moderne egipatske umjetnosti
Graz, Flughafen, Die Farbe im Raume der Zeit
1996. Zagreb, Društvo Podravec, Vedrina jutra
Zagreb, Dom umjetnika Hrvatske, Akvareli
Asbach, Museum Kloster, Dvije generacije
u hrvatskom slikarstvu s A. Kinertom
Pakrac, Starogradska vijećnica, Pamćenje
Zagreb, Galerija Forum, Slike
Vinkovci, Gradski muzej, Albert Kinert i Nada Žiljak
Bihać, Galerija, Grafike
Sarajevo, Galerija, Grafike
Čazma, Zavičajni muzej, Crteži i akvareli
Novalja, Galerija Era, Slike i akvareli, Kao vjetar kao more
Rijeka, Muzej grada, Grafike (s Z. Pozaić i N. Arbanas)
Parz, Künstelerzentrum, Kontakte “Grenzelos” (s grupom 91)
1997. Starigrad, Galerija Jerolim, Crteži
Kijev, Nacionalni umjetnički muzej, Slike
Sv. Ivan Zelina, Galerija Sv. Ivan Zelina, V. Devidé - N. Žiljak “Haibuni”
Sv. Ivan Zelina, Galerija Sv. Ivan Zelina
V. Mc Master - N. Žiljak “Vezani za toranj”
Zaprešić, Galerija Razvid, Bakropisi
Sv. Ivan Zelina, Galerija Sv. Ivan Zelina, Tam čist pod strehom,Ilustracije
1998. Pečuh, Müvészetek Háza, Pasteli
Sv. Ivan Zelina, Galerija Sv. Ivan Zelina, Ljubavna režanja, Ilustracije
Gornja Stubica, Galerija dvorca Oršić, Pjesma o sjaju vode
1999. Piešt’any, Slovačka, Galerija MM
Zagreb, Galerija FER
Umag, Muzej grada Umaga
2000. Bratislava, Slovačka, Národné Osvetové Centrum
Zagreb, Francuska čitaonica, Ilustracije
Sv. Ivan Zelina, Nada Žiljak, Slike
2001. Zagreb, Izložba darovanih slika, K.B. «Sestre milosrdnice»
2002. Pečuh, Müvészetek Háza, Pasteli
Sv. I Zelina, galerija Sv. I. Zelina
2003. Opuzen, Likovni salon Opuzen
Zagreb, Galerija ARS hrvatske kulturne zaklade
Rijeka, galerija DAR
2004. Vinkovci, galerija Slavko Šohaj
Osor, Galerija grada Osora
Sv. I Zelina, galerija Sv. I. Zelina
Varaždinske toplice,
2005. Zagreb, Vatroslav Lisinski
Mostar, salon galerije Jelić
2006. Osijek, Vernissage
Unešić, Župni dvor
   
NADA ŽILJAK
Rođena je u Zagrebu 1944. Završila je Akademiju likovnih umjetnosti u Zagrebu 1967. i specijalku 1970. godine u klasi Alberta Kinerta. Slobodni je umjetnik. Radi u mnogim tehnikama: ulje na platnu i papiru, crteži, akvareli, pasteli, grafika; suha igla, bakropis, linorez. Svoje radove prikazala je na pedesetak samostalnih izložbi u Hrvatskoj, Austriji, Egiptu, Njemačkoj, Mađarskoj, Grčkoj, Ukrajini.. Radovi joj se nalaze u svjetskim muzejima i privatnim zbirkama. O njenim slikama, ilustracijama i crtežima objavljene su monografije iz pera Branke Hlevnjak i Đure Vanđure. Prikazi i kritike sakupljeni su na stranicama: http://www.geocities.com/galzelina/
http://www.gallery-hr.com
http://www.ziljak.hr